Archive for Juni, 2010

Anlegergerechte Beratung

Was der Berater beachten muss Voraussetzung für eine ordnungsgemäße Beratung ist, dass sich die Bank über die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse ihres Kunden informiert. Sofern diese Informationen der Bank nicht bereits aufgrund einer langjährigen Geschäftsverbindung bekannt sind, ist die Bank verpflichtet, den Kunden um entsprechende Angaben zu bitten. Die Bank muss sich nicht nur über die Erfahrungen und Kenntnisse des Kunden im Wertpapiergeschäft, sondern auch über dessen Anlageziele und finanziellen Verhältnisse informieren. Anlegergerechte Beratung. Die Anlageberatung muss auf Ihre persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse zugeschnitten sein. Besonderes Augenmerk muss der Wertpapierberater risikoerhöhenden Umständen (z.B. kreditfinanzierte Anlage) schenken. Es kommt entscheidend darauf an, ob die jeweilige „Bankempfehlung" tatsächlich Ihrem Kundenprofil entspricht. Objektgerechte Beratung Die Bank ist verpflichtet, Sie zutreffend, vollständig und verständlich zu beraten. Die Beratung muss sich sowohl auf allgemeine Risiken, wie z.B. die Entwicklung des Börsenmarktes als auch auf die speziellen Risiken des Anlageobjekts beziehen. Bei Anlagen, die typischerweise besonders gefährlich sind (z.B. Termingeschäfte) stellt die Rechtsprechung besonders scharfe Anforderungen an die Aufklärungspflicht. Schriftlichkeit Die Aufklärung ...
Donnerstag, Juni 3rd, 2010

Undurchsichtig hohe Vorfälligkeitsentschädigung

Was ist zu tun? 02.06.2010 Aufgrund des aktuell niedrigen Zinsniveaus erreichen die Vorfälligkeitsentschädigungsberechnungen von Banken, die diese ihren Kunden bei der vorzeitigen Ablösung von Darlehen in Rechnung stellen, erhebliche Größenordnungen. Der Wiederanlagezins bewegt sich deutlich unter dem Zinssatz, der für die Refinanzierung bei Vergabe des Darlehens anzusetzen war. Das macht die Sache teuer. Unabhängig davon empfiehlt sich häufig eine Überprüfung der von Banken in Rechnung gestellten Beträge, übrigens auch nachdem diese bereits bezahlt worden sind. Denn Ansprüche wegen überhöhter Vorfälligkeitsentschädigung verjähren erst in drei Jahren zum Jahresende. Wer also im Jahr 2007 eine überhöhte Vorfälligkeitsentschädigung bezahlt hat, kann seine Ansprüche noch bis Ende 2010 geltend machen. Wenn also bei Verkauf einer Immobilie und gleichzeitiger Ablösung keine Zeit zur Überprüfung der Vorfälligkeitsentschädigung verbleibt und im Interesse der reibungslosen Abwicklung die Vorfälligkeitsentschädigung vom Kunden gezahlt wurde, kann diese danach noch in Ruhe überprüft werden. Überprüfungen zeigen, dass Überzahlungen von Kunden nicht die Ausnahme sind – selbst wenn die Bank behauptet, sie habe nach ...
Donnerstag, Juni 3rd, 2010

Angebot der Citibank an Anleger, die Lehman-Zertifikate...

28.05.2009 Die Citibank macht Kunden, die über die Citibank durch den Erwerb von Lehman Zertifikaten einen Totalverlust erlitten haben, Vergleichsangebote. Die Verbraucherzentrale NRW hat hier ein differenziertes Modell ausgehandelt, welches Entschädigungen nach bestimmten Kriterien vorsieht. Es steht bereits jetzt fest, dass die Entschädigungskriterien auf viele Anleger nicht passen oder für diese auf unbefriedigende Ergebnisse hinauslaufen. Die Verbraucherzentrale sieht das Ergebnis selbst nicht als optimal an. Aber mehr war wohl als generelles Angebot nicht herauszuholen. Die Entschädigungskriterien sind naturgemäß pauschal und können nur bedingt auf den einzelnen Fall eingehen. In jedem Fall ist zu entscheiden, ob der Anleger die angebotene Entschädigung annimmt, oder ob Aussichten bestehen, sich auf dem Gerichtsweg gegen Citibank durchzusetzen. Wenn man sich die Kriterien anschaut, werden insbesondere ältere Verbraucher mit wenig Vorerfahrung und einer deutlichen Abweichung von ihrem bei der Bank erstellten Risikoprofil durch das Entschädigungsangebot begünstigt. Die Entschädigung kann dann zwischen 30 und 80% des eingesetzten Kapitals liegen. Die Zertifikate verbleiben beim Verbraucher. Wer gegenüber der Bank bereits anwaltlich vertreten ...
Donnerstag, Juni 3rd, 2010

Global View – Mageres Angebot des Fondsinitiators ABN-AMRO

-10.04.2010 – Das angekündigte Angebot, welches die Treuhänderin Zehnte Paxas für eine ABN AMRO Tochter vermitteln möchte, liegt nun vor. Es sieht aus wie folgt: Erstattung von 60 % der Investition durch Die Aurasio, angebliche Annahmefrist bis 23.04.2010, Erklärung von Verzicht auch auf weitere Ansprüche auch gegen die vermittelnde Bank. Es ist ausdrücklich kein Angebot der jeweiligen Bank, welche den Fonds an den Anleger vermittelt hat. Diese trägt dazu nichts bei, wird aber dennoch von allen Ansprüchen gegenüber dem Anleger freigestellt. Es ist offensichtlich, dass das Angebot darauf zielt, die Anleger unter Zeitdruck zum Verzicht auf weitergehende Ansprüche zu bewegen. Zugleich ist das Angebot ein klares Indiz dafür, dass die Verantwortlichen (im wesentlichen Deutsche Bank, ABN-Amro-Gruppe und weitere Banken) nicht unbedingt gute Aussichten für anstehende Schadensersatzprozesse sehen. Die rechtliche Ausgangsposition ist für die Global-View-Anleger grundsätzlich günstig: Es gibt eine Vielzahl von Ansatzpunkten, insbesondere die den Fonds vermittelnde Bank in Anspruch zu nehmen: So hätten die Banken die Anleger darauf hätten hinweisen müssen, dass die ...
Donnerstag, Juni 3rd, 2010

Partnerfonds „Kapital für den Mittelstand“ –...

- 04.05.2010 - Versprechungen lösen sich in Luft auf – Aufklärungspflicht der vermittelnden Sparkassen über erhaltene Vertriebsprovisionen - Fondskonzept unplausibel – Verkaufsprospekt weist Prospektfehler auf. Die PartnerFonds "Kapital für den Mittelstand" halten kaum eine der im Verkaufsprospekt abgegebenen Prognosen ein. Von einer „risikolose Rendite von 12 %“ mit Laufzeit von 6 Jahren ist keine Rede mehr. Die gerade erst eingegangen Unternehmensbeteiligungen weisen teilweise massive Probleme auf. Nachdem aus steuerlichen Gründen die einzelnen Fondsgesellschaften unter einer Aktiengesellschaft verschmolzen wurden unter gleichzeitigem – juristisch geschickt eingestieltem Verzicht der Anleger auf Abfindungsansprüche, fragt sich nun, wer den Anlagern den Schaden ersetzt. Hier deutet vieles darauf hin, dass die vermittelnden Sparkassen und Finanzberater die erforderliche Plausibilitätsprüfung in Bezug auf den Fonds nicht durchgeführt haben. Auch der angeblich problemlose „Exit“ nach 6 Jahren war nicht durchdacht, war aber das Hauptmotiv für viele Anleger, den Fonds zu zeichnen. Der BGH fordert mit seiner Kick Back Rechtsprechung die vollständige Aufklärung des Anlegers über Vertriebsvergütungen. Dass aber ein Anleger über ...
Donnerstag, Juni 3rd, 2010