Die Solen AG lädt zu einer Gläubigerversammlung am 8. März 2013 in Meppen, um die Anleihegläubiger über einen teilweisen Zinsverzicht abstimmen zu lassen.

Es handelte sich nur um einen „einmaligen“ Verzicht auf 75 % der Zinsen für den Zeitraum vom 8. April 2012 bis zum 7. April 2013. Zwar könne man die am 8. März fälligen Zinsen zahlen, aber es sei dann die Fortführung des Unternehmens gefährdet.

Die Pressemitteilung von Solen umschreibt hier sehr vorsichtig eine akute Insolvenzgefahr.
Dies zeigt ein Blick in die von Solen zur Verfügung gestellten Zahlen. Es droht nicht nur die Zahlungsunfähigkeit, sondern es droht auch die Überschuldung des Unternehmens.

In der Gläubigerversammlung wird das Sanierungskonzept von Solen AG zu diskutieren sein.

Macht der Zinsverzicht Sinn?
Sind die vorgelegten Planzahlen realistisch?
Worin bestehen die Beiträge der anderen Gläubiger (beispielsweise Banken)?
Gibt einen Besserungsschein für die Anleger?

Zudem erwägen wir, für unsere Mandanten die Kündigung der Anleihen auszusprechen. Eine Auslegung der Anleihebedingungen von Solen GmbH ergibt aus unserer Sicht, dass eine Kündigung der Anleihen in der vorliegenden Situation möglich ist.

Insoweit haben wir bereits einschlägige Urteile in einem Parallelverfahren erstritten. Hier hatte die Emittentin ebenfalls zur Abwendung der Insolvenz Zinsverzichte verlangt.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang: Die außerordentliche Kündigung muss kurzfristig nach Kenntnis des Kündigungsgrundes erfolgen, damit sie wirksam ist.

Wenn sie in der Gläubigerversammlung oder generell gegenüber Solen AG vertreten werden wollen, sprechen Sie uns bitte an.

info@keitel-anwaelte.de

Rechtsanwalt Hans G. Keitel
Keitel & Keitel Rechtsanwälte
Decksteiner Straße 78
50935 Köln

Tel. 0221-4308830

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