Das Märchen vom russischen Großinvestor – oder: wie Tarquinia an das Geld der Anleger kam

Die Kanzlei KEITEL & KEITEL RECHTSANWÄLTE hat zwischenzeitlich eine Serie von Klagen gegen Tarquinia AG und den Tarquinia-Aufsichtsrat, Rechtsanwalt Wolfgang D. Lechner, eingereicht. Übereinstimmend haben mehrere Zeichner von „phantastischen Erzählungen“ bei den mit ihnen geführten Telefongesprächen berichtet. Immer wieder haben die Tarquinia-Telefonakquisiteure das durch die Investition von Anlegern in die ebenfalls von RA Lechner initiierte ISS AG gewonnene Vertrauen ausgenutzt und mit kaum fassbaren Aussagen für die Zeichnung von Tarquinia Aktien geworben. So wurde mehreren Anlegern unabhängig voneinander eine Sonderausschüttung in Höhe von € 6 pro gezeichneter Aktie im Jahr 2008 versprochen gestellt, da ein russischer Großinvestor € 40 Mio in Tarquinia werde bzw. in Lizenzen von Tarquinia investieren werde. Dies werde alles bei der Weltausstellung in Saragossa veröffentlicht, so die Telefondrücker. Es handele sich um ein besonderes Bonbon für treue Anleger der ISS AG bzw. die ersten Zeichner bei Tarquinia AG, die nun nochmals zeichnen sollten. Diese Märchen wurden von Ende 2007 bis in das Jahr 2008 hinein von verschiedenen Mitarbeitern der Tarquinia AG gegenüber von unserer Kanzlei vertretenen Anlegern verbreitet. Bei einem Stückpreis pro Aktie von € 3,60 fielen mehrere Anleger auf diese Angaben herein und investierten noch in 2008 zum Teil erhebliche Summen in Tarquinia AG.

Zu diesem Zeitpunkt muss den Verantwortlichen bekannt gewesen sein, dass die in den Tarquinia-Prospekten für das Jahr 2007 prognostizierten Ergebniszahlen, auf welche die Anleger vertrauten, nicht erreicht werden konnten. Zu diesem Zeitpunkt waren mehrere Projekte der Tarquinia AG bereits in Frage gestellt, wie sich dann durch die zwischenzeitlich bekannt gewordene Insolvenz der Schweizer Tarquinia-Beteiligung, Nonntech AG, und die von der VW-Tochter Wolfsburg AG vollzogene Trennung von der weiteren Tarquinia-Beteiligung Urbania zwischenzeitlich betätigt hat.
KEITEL & KEITEL RECHTSANWÄLTE liegt zwischenzeitlich ein Gutachten eines Wirtschaftsprüfers vor, welches belegt, dass die Prognoserechnung von Tarquinia AG, welche im Wertpapierprospekt und in weiteren Verkaufsprospekten von Tarquinia AG verbreitet wurde, schwere Fehler enthält, so dass ein weiterer rechtlicher Ansatzpunkt für die Anleger besteht, die Rückerstattung der von ihnen eingezahlten Beträge zu verlangen. Die Fehler in der Prognoserechnung führen u.a. zu falschen Renditeprognosen und weiteren schweren Fehlern in den Prospekten von Tarquinia.

Hinzu kommt die bekanntlich per 31.01.2008 gescheiterte Kapitalerhöhung, da das Amtsgericht Düsseldorf deren Eintragung wegen formeller Fehler der Zeichnungsscheine abgelehnt hatte. Die handelnden Personen der Tarquinia AG sprechen nun von einem Neuanfang mit neuen Projekten und haben auf einer Hauptversammlung im Juni 2008 letztlich das Scheitern von initiierten Projekten zugegeben. Zahlen von Tarquinia AG betreffend das Jahr 2007 sind nicht bekannt und wurden den Anlegern auf der Hauptversammlung auch nicht verraten. Offensichtlich hält Tarquinia es nicht für ratsam, diese Zahlen den Anlegern mitzuteilen.
Nachdem die Anlegergelder zumeist von der Treuhandgesellschaft Procurana Treuhand KG, deren persönlich haftender Gesellschafter Herr Rechtsanwalt Lechner ist, vereinnahmt wurden, wurde Herr Lechner als zugleich Tarquinia-Aufsichtsrat in den von KEITEL & KEITEL RECHTSANWÄLTE eingereichten Klagen gleich mitverklagt.

Als Zeichner von Tarquinia-Aktien sollten Sie dringend den Rat eines mit der Tarquinia-Problematik vertrauten Rechtsanwalts einholen.

Sprechen Sie uns bei Fragen einfach telefonisch an:
Rechtsanwalt Hans G. Keitel, Decksteiner Straße 78, 50935 Köln, Telefon: 0221-430 88 30, E-Mail: info@keitel-anwaelte.de
Stand 04.09.2008

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