Nebulöses Umtauschangebot einer Schweizer Firma CRC Beteiligungen AG an Tarquinia-Aktionäre

Anleger, die wir gegenüber Tarquinia Beteiligungen AG und deren Aufsichtsrat Wolfgang D. Lechner anwaltlich vertreten, haben uns über eine Aktionärsmitteilung von Tarquinia AG vom 25.09.2008 informiert. Danach bietet eine Schweizer Firma CRC Beteiligungen AG den Umtausch von Tarquinia-Aktien in Aktien von CRC an.

Informationen zu dem Angebot kann man lt. Aktionärsmitteilung unter einer Schweizer Telefonnummer in Erfahrung bringen. Wir haben uns diese Unterlagen beschafft. Es enthält so gut wie keine Informationen zu CRC, was für ein solches Tauschangebot mehr all ungewöhnlich ist. Der Anleger erfährt im Tauschangebot nichts über ein geplantes Investitionsvolumen, es wird für die Investitionen keine Vorschaurechnung, keine Renditeprognose, kein Zeitplan gezeigt; lediglich eine Rentabilitätsberechnung einer einzelnen Klärschlammanlage ist vorhanden. Diese sagt aber nichts aus über CRC Beteiligungen AG.

Die Internetseite von CRC Beteiligungen AG (www.crc-ag.com) enthält ebenfalls keine detaillierten Informationen. Es werden von dieser mit einem winzigen Eigenkapital von CHF 104.000 ausgestatteten Gesellschaft nur allgemeine Angaben gemacht. Auch hier wird zu dem Investitionsprogramm der angeblich beabsichtigten Verwertung von Klärschlamm nichts gesagt, insbesondere nicht, in welchen Stadium sich dieses Projekt überhaupt befindet, welche Gesellschaft hier überhaupt Projektträger für CRC ist.

Aktionäre, die das Angebot zum Umtausch von Tarquinia-Aktien in CRC-Aktien annehmen, verlieren zivilrechtlichen Ansprüche gegen Tarquinia AG und Rechtsanwalt Lechner. Eine fehlende Werthaltigkeit der CRC Aktien könnte man weder gegenüber Tarquinia noch gegenüber dem Tarquinia-Aufsichtsratsvorsitzenden Lechner geltend machen. Im Ergebnis entsteht bei uns der Eindruck, dass Tarquinia AG – sollten die enttäuschten Tarquinia-Anleger hier mitmachen – unter Vermeidung eines Insolvenzverfahrens auf Weise elegante Weise „beerdigt“ wird mit dem Ergebnis, dass die für Tarquinia Verantwortlichen „aus dem Schneider“ sind. Der angeblich vorgesehene Börsengang im November ist angesichts der aktuellen Börsensituation und der Informationslage nach Bekunden eines professionellen Vermögensverwalters, dem wir die Unterlagen vorgelegt haben, lachhaft.
Wir raten daher auf Grundlage der genannten Informationen, auf das nebulöse Angebot von CRC nicht einzugehen.

Nachdem Anleger in Folge mit ihren meist über die gleichen Telefonaquisiteure angebotenen Investitionen in ISS AG, Tarquinia AG und Anubis AG schlechte Erfahrungen gemacht haben, sollten sie nun die nötige Vorsicht walten lassen.

Sprechen Sie uns bei Fragen einfach telefonisch an:
Rechtsanwalt Hans G. Keitel, Decksteiner Straße 78, 50935 Köln, Telefon: 0221-430 88 30, E-Mail: info@keitel-anwaelte.de

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